Sturm & Klang-Festival 2017, 14.10.2017, Knust HH

Stum & Klang Festival 2017, 14.10.2017, Knust Hamburg

Leute, am Samstag ist es wieder soweit – Vogelfrey bittet zum „Sturm & Klang“-Festival. Austragungsstätte ist diesmal wieder das Knust.

Incantatem waren nicht nur bereits beim ersten Sturm und Klang-Festival dabei, sondern sie hatten dort sogar ihren ersten Aufttritt. und hatten dort sogar ihren ersten Auftritt. Mal sehen, wie die Jungs und Mädels sich seitdem entwickelt haben:

„Die Vorboten“ sind bereits seit 2009 auf den Bühnen der Republik unterwegs. Zu hören gibt es da deutschsprachiger Rock/Metal mit leichten Folk-Einflüssen, der sich schlecht in eine Schublade schieben lässt. Bin schon gespannt, ob und wie das live funktioniert.

Bei Forgotten North mach ich mir da überhaupt gar keine Sorgen, die Jungs sind live klasse! Wikinger-Rock, den man gefühlt schon nach dem ersten Refrain mitsingen möchte und dazu echte Ohrwurm-Melodien. Das wird GUT!

Last but not least sind die Herren von Vogelfrey natürlich am am Start. Mit im Gepäck haben sie ihr neues Album „In Ekstase“, das am Samstag Bühne-Premiere feiert. Bin mir ziemlich sicher, dass Songs wie „Mittelalter Rockstar“ live ganz wunderbar funktionieren werden. Und über die Klassiker der letzten Alben müssen wir ja gar nicht diskutieren – Vogelfrey geht live einfach immer. 😛

Also, liebe Nordlichter, schwingt eure sturmgeplagten Beine am Samstag ins Knust, zum Sturm & Klang-Festival – es lohnt sich!

Metal Hammer Paradise, 10.-11.11.2017, Weissenhäuser Strand – Vorbericht

Metal Hammer Paradise, 10-11.11.2017, Weissenhäuser Strand – Vorbericht

In nicht einmal mehr zwei Monaten wird es wieder heiß an der Ostsee – frostige Temperaturen draußen, heißer Metal beim Metal Hammer Paradise! Und wieder einmal haben die Veranstalter alles gegeben, um ein prächtiges Line-Up auf die Beine zu stellen, das so manche Metal-Kreuzfahrt locker in die Tasche steckt.

Als Headliner haben sie dieses mal die deutschen Thrash-Metal-Urgesteine von Kreator und meine Lieblings-Powermetal-Pandas von Powerwolf an Land gezogen. Powerwolf sind live einfach immer eine Macht – und wer weiß, vielleicht entdecke ich ja doch irgendwann mein Herz für Kreator. Slayer hat mir dieses Jahr ja auch erstmals gefallen – also, wer weiß, vielleicht haben Mille & Co. ja doch noch eine Chance?! 😉

Mit am meisten freue ich mich allerdings auf Testament. Nachdem es beim Elbriot letztes Jahr ja zeitlich leider nicht funktioniert hat, ist es endlich mal wieder Zeit für eine ordentliche Portion US-Thrash-Metal!

Death Angel schlagen in die gleiche Kerbe und bringen nicht wesentlich weniger Energie mit auf die Bühne.

Und wem das noch nicht genug Thrash-Speed ist, den findet man dann auch bei Rezet vor der Bühne, okay?

Das Zweigestirn Paradise Lost und Katatonia verspricht sehr stimmungsvolle, düstere Musik, die dann perfekt zur Jahreszeit passt. Temperaturen knapp über der Frostgrenze und ein bisschen von der Ostsee herüber ziehenden Nebel dann bitte dazu denken, okay? 😉 Perfekt in dieses Setting passt übrigens auch der düster-romantische Doom von Saturnus.

Aber keine Sorgen, auch für die Traditionalisten unter den Metal-Fans wird stilecht gesorgt. Wie wäre es mit Majesty, Grand Magus oder Axxis? Alles zu finden an der Ostsee! Die Evil Invaders haben auch eine stetig wachsende Fangemeinde – und bei Kissin‘ Dynamite hoffe ich diesmal auf einen Auftritt auf einer größeren Bühne.

Ach ja, wer auf Female-Fronted Metal steht, hat gleich eine ganze Reihe an Bands am Start. Über allen thront natürlich DIE deutsche Metal-Queen Doro Pesch. Aber auch der Nachwuchs ist am Start, gut repräsentiert durch Beyond The Black und den schwedischen Durchstartern von Battle Beast. Aber damit noch nicht genug, auch bei Amaranthe, The Carm The Fury und Eluveitie spielen Frauen eine Rolle. Am meisten von den Ladies freue ich mich allerdings auf Thundermother. Schnörkelloser Rock‘n Roll mit mehr Eiern als bei manchen Bands, wo Männer am Mikro stehen. Das wird gut!

Auf wen ich mich sonst noch besonders freue? Auf Feuerschwanz natürlich! Und auf Pyogenesis, die auf der Full Metal Cruise ja leider nur ein einziges mal aufgetreten sind. Ach ja, auf Diablo Blvd. ebenfalls, die hatte ich beim Eröffnungstag des Graspop-Festivals ja leider verpasst. Wird diesmal nicht passieren, versprochen! Und Orden Ogan sind live auch immer eine Macht.

Fans der extremeren Spielarten des Metals müssen im Line-Up etwas suchen, aber auch sie werden bei Samael, Helrunar oder Dawn of Desease schließlich doch fündig.

Klingt doch nach seinem super Line-Up? Dazu diese einzigartige Unterkunft im Ferienzentrum Weissenhäuser Strand und ein buntes Rahmenprogramm von Lesungen bis zu Bowling-Spielen gegen Bands – langweilig wird es an diesen zwei Tagen eigentlich nie! Also, sehen wir uns auch 2017 wieder an der Ostsee?

Wann:

10.-11.11.2017

Wo:

Ferienzentrum Weissenhäuser Strand

Seestraße 1

23758 Wangels

Alle weiteren Infos unter:

www.metal-hammer-paradise.de

Matapaloz-Nachbericht

Matapaloz, 16.-17.06.2017, Hockenheimring – Nachbericht

Zwei Wochen liegt das Matapaloz jetzt schon zurück. Höchste Zeit für einen kleinen Bericht, nicht?

Also, Anreise war am Donnerstag, mit der Bahn von Hamburg nach Mannheim. Angekommen im schwül-warmen Mannheim haben wir zuerst im Hotel eingecheckt und sind dann sogar noch nach Hockenheim gefahren, um unsere Festival-Bändchen zu organisieren. Dank eines super netten Paares aus Hockenheim, das so freundlich war, uns zum nächstgelegenen Campingplatz und anschließend sogar in die Hockenheimer Innenstadt zu fahren, ging das auch alles problemlos. Danke, ihr zwei, ihr habt einen Platz in meinem Buch der coolen Leute! :)

Das Bändchen selbst finde ich persönlich jetzt nicht sooo hübsch. Die schwarz-rote Grundfarbe ist zwar echt ansehnlich, die Plastik-Hülse und das übergroße „Innenraum“ statt des Festival-Namens auf der Vorderseite allerdings weniger. Hätte man durch verschiedene Farben für Innenraum- und Tribünen-Besucher vielleicht auch anders regeln können, wie auf anderen Festivals auch. Aber egal, Hauptsache Bändchen!

Das anschließende Käsespätzerl-Essen im „Güldenen Engel“ könnte sich zu einem klassischen Matapaloz-Vorabend-Ritual entwickeln. Der Anreisetag ging dann auch noch recht früh und entspannt zuende.

Am Freitag war es dann soweit – Matapaloz, Tag 1! Nach einem reichhaltigen Hotel-Frühstück ging es um die Mittagszeit zum Festivalgelände. Auf dem Weg wurde in der Bahn das erste Bierchen geleert, bevor es in Hockenheim angekommen dann mit dem Linienbus in Richtung Ring ging. Der Einlass verlief entspannt und absolut problemlos. Danke für die nette Aufnahme an die Security-Ladies!

Ich hatte in den zwei Jahren seit dem letzten Hockenheim-Event schon fast verdrängt, wie weit der Weg zum Innenraum ist. Nämlich sehr weit. Egal, irgendwann war auch das geschafft. Also erstmal die Lage checken, das erste Bier (Becks für 5 € + 2 € Becherpfand) vernichten und die Bühne bewundern. Schönes Ding! Die Deko war so ein bisschen im Biomechanik-Stil gehalten und die Ausmaße in die Höhe und zu den Seiten war einmal mehr beeindruckend.

Dann ab ins „Barrio“, die Event-Fläche mit gesondertem Einlass und zweiter Bühne für die Freakshows. Was wurde da nicht alles angekündigt von einem „Ort voller Feuer, gespickt mit einer Prise Biomechanik“ bis zu „postapokalyptischen Landschaften“.

Yo, waren dann halt Stahl-Container, in denen die Tattoo-Stände untergebracht waren, einige Foods-Trucks (nicht getestet, da meiner Meinung nach zu teuer) ein Bereich mit Sitzgelegenheiten, ein großes Matapaloz-Logo, das abends wohl beleuchtet wurde (leider nicht gesehen) und eine kleine Bühne. Wer schon immer einmal sehen wollte, wie sich stark tätowierte oder extrem gepiercte Leute Nägel in die Nase hauen, war hier richtig.

Ach ja, ein paar Autos und Motorräder konnte man auch noch bestaunen.

Die Idee, eine Tattoo-Convention auf einem Festival zu veranstalten, ist ja an sich gar nicht schlecht, durch die doch recht happigen Mindestpreise haben wir uns allerdings dagegen entschieden, uns direkt auf dem Festival etwas stechen zu lassen. Das wurde dann wenige Tage später in Hamburg nachgeholt.

Insgesamt war das „Barrio“ ganz nett, hat allerdings meiner Meinungen nach die hohen Erwartungen dann doch nicht ganz erfüllt. Vielleicht wären ein bisschen weniger großspurige Ankündigungen dann doch besser gewesen. Aber hey, das gehört im manchmal doch etwas zum Gigantismus neigenden Onkelz-Kosmos doch so ein bisschen dazu, oder? 😉

Zu Hatebreed und den Suicidal Angels kann ich nichts schreiben, da verpasst. Shame on me! Dafür war die Autogrammstunde von Papa Roach sehr nett – sind echt sympathische Typen ohne Starallüren!

Papa Roach waren dann auch die erste Band, die wir gesehen haben. Und…boah, waren die LAUT! In der zweiten/dritten Reihe hat der Bass einem noch fast die Ohren weg geblasen. Krass, aber geil! War ein tolles Set mit alten Klassikern und neueren Songs, bei dem das Publikum auch ordentlich mitgegangen ist.

Noch getoppt wurde das ganze anschließend allerdings von Five Finger Death Punch. Boah, what a Show! Ersatz-Sänger Tommy Vext steht Ivan Moody stimmlich in nichts nach. Trotzdem hoffe ich natürlich, dass Ivan den Kampf gegen seine Sucht endlich gewinnt und dann stärker denn je zur Band zurückkehren kann. Aber um Ivan geht es ja jetzt nicht, Tommy war der „man of the night“. Tolles Charisma, immer absolut auf Augenhöhe mit dem Publikum und mit einer tollen Chemie mit seinen neuen Bandkollegen. Doch, da kam echt was rüber. Und die Songs machen halt einfach Spaß. Da hat fast jedes Lied Ohrwurm-Charakter und eignet sich zum laut mitsingen. Gekrönt wurde das von einer irrwitzigen Crowdsurfing-Einlage von Tommy, wohlgemerkt während eines Songs und komplett mit Mikrofon! Ein Horror für die Securities, ein Spaß für das Publikum und für den Sänger. Der Auftritt dauerte über eine Stunde, hätte meiner Meinung nach aber gerne auch auf Konzertlänge ausgeweitet werden können. Großartig, wir sehen uns im Herbst!

Mit kurzer Verspätung enterten dann kurz nach 21:00 Uhr die Onkelz zu den Klängen von „28“ die Bühne. Was sie dann abfeuerten, war ein Feuerwerk aus neuen Songs und ganz vielen alten Klassikern, die teilweise seit Ewigkeiten nicht live gespielt wurden. Gerade für Fans der „Kneipenterroristen“-Phase war das mit Sicherheit eine regelrechte Offenbarung, denn dieses Album war mit sage und schreibe sechs Songs vertreten. Mein Geschmack sind diese alten Schinken wie „Kneipenterroristen“, „Tanz der Teufel“ oder „Heute trinken wir richtig“ ja nicht so, aber das Publikum ist schon gut dabei abgegangen. Kevin war stimmlich richtig gut drauf, was er vor allem bei Songs wie „Religion“ eindrucksvoll bewiesen hat. Da war richtig Druck dahinter. Dass mit „Bin ich nur glücklich, wenn es schmerzt“ einer meiner absoluten Lieblingssongs dabei war, hat mich besonders gefreut. Und die Live-Klassiker wie „Finde die Wahrheit“, „Auf gute Freunde“ und das obligatorische „Mexiko“ durften natürlich auch nicht fehlen. Insgesamt eine runde Sache, was die Setlist angeht.

Die Jungs waren gut drauf, auch wenn ich mir manchmal einen etwas größeren Bewegungsradius gewünscht hätte, speziell von Stephan, der die Ausläufe links und rechts der Bühne an diesem Abend leider überhaupt nicht genutzt hat. Dafür war Kevin aber umso mehr unterwegs! Man merkt ihm einfach jederzeit an, wie sehr er die Konzerte genießt, die er nüchtern und bei vollen Sinnen mitbekommen kann. Nur direkt ins Publikum gucken mag er immer noch nicht. Aber das ist wohl einfach eine persönliche Sache.

Wir hatten uns schon kurz vor Ende des Sets auf den Weg gen Ausgang gemacht, denn der Weg ins Hotel war noch weit – den Abschluss in Form von „Nichts ist für die Ewigkeit“ haben wir natürlich aber trotzdem mitbekommen. Toller Abschluss eines gelungenen Auftrittes.

Der erste Tag ließ einen positiven Gesamteindruck zurück, bei der mir nur Kleinigkeiten negativ aufgefallen sind. Was war das eigentlich für eine Regelung für den vorderen Innenraum? Zuerst gab es gar keine Wellenbrecher-Bänchden, später haben einige, die zum Klo wollten, Bändchen bekommen, damit sie nachher wieder zurück konnten und eine halbe Stunde vor Schluss wurde uns von einem etwas arg genervten Security gesagt, wer jetzt geht, kommt überhaupt nicht mehr zurück vor die Bühne?!? Das war sehr uneinheitlich geregelt und in sich nicht besonders logisch.

Außerdem ist mir aufgefallen, dass eine ganze Menge Leute mit Tribünen-Bändchen im Innenraum waren. Schön für die, schlecht für die Leute, die dann nach dem Gang zum Dixi im hinteren Wellenbrecher waren und nicht mehr nach vorne konnten, weil Sitzplatz-Kartenbesitzer vor ihnen da waren. Hm.

Der Rückweg zum Hotel dauerte dann noch über anderthalb Stunden und dementsprechend fertig waren wir, als wir endlich angekommen waren. War ein schöner, aber auch sehr anstrengender erster Tag!

Der Samstag begann nach einer eigentlich viel zu kurzen Nacht abermals mit einem leckeren Frühstück und einer ausgiebigen Dusche. Als die Lebensgeister dadurch so halbwegs zurück gekehrt waren, ging es wieder auf den langen Weg zum Ring. Einem Privat-Taxi-Service mit zwei weiteren Mitfahrern für überschaubare 5 € pro Nase sei Dank mussten wir den Weg vom Bahnhof zum Ring wieder nicht laufen.

Der Einlass verlief zum Glück genauso reibungslos und freundlich wie am Vortag. Großen Respekt an die Jungs und Mädels beim Bodycheck, die haben sicher keinen einfachen Job.

Dort erwartete uns erstmal die erste Neuerung des Tages – es gab gleich zu Beginn schon Bändchen für den ersten Wellenbrecher! Da wurde auf die Konfusion des Vortages prompt reagiert. War wohl ursprünglich so nicht geplant, denn es waren die Original-Papierbändchen vom Hockenheimring, ohne Matapaloz-Aufdruck. Gut zu sehen, dass da direkt was geändert wurde und Respekt für diese Flexibilität.

Der erste Programmpunkt des Tages für uns war die Autogrammstunde von Anthrax, die sich allerdings als ziemlicher Reinfall entpuppte, da die Herren ein Fotoverbot ausgesprochen hatten. Vorgefertigte Autogrammkarten unterschreiben muss reichen. Das wirkte auf mich nicht wirklich sympathisch, leider. Entweder ganz (wie z.B. Papa Roach) oder gar nicht (wie z.B. Slayer), aber so eine Autogrammstunde mit Einschränkungen ist doch Mist.

Toxpack haben wir komplett verpasst, da waren wir noch im Barrio unterwegs. Nach einem Besuch beim Dixi wurde uns dann aber plötzlich der Zugang zum Barrio verweigert! Der sehr patzige Ordner meinte, Plüschtiere seien nicht erlaubt und wir seien gemeldet worden. Öhm, what? Am Einlass war noch alles okay, bei den Ordnern zum ersten Wellenbrecher war alles okay, aber in den Fress- und Konsum-Bereich durften wir plötzlich nicht mehr rein? Ziemlich seltsame Entscheidung und wirklich sehr unfreundlich mitgeteilt (persönliche Beleidigung inklusive). Aber nun gut, diskutieren bringt ja leider nichts. Finde es immer schade, wenn einzelne Personen einen Berufsstand ins schlechte Licht rücken, der es eh schon nicht so einfach hat. Whatever, zum Glück waren die meisten anderen Ordner echt nett. :)

Dementsprechend etwas bewegungseingeschränkt haben wir uns dann halt einen Platz in der ersten Reihe gesucht, zwar ziemlich weit außen, aber zumindest direkt an der Absperrung.

Die Cockney Rejects waren besser als erwartet. Ist zwar absolut nicht meine Musik, aber die älteren Herren schienen da echt Spaß auf der Bühne zu haben. Und ein Sympathiepunkt bekommen sie eh für den britischen Slang. 😉

Bei Anthrax fand ich den Sound nicht optimal. Sehr laut, abermals extrem basslastig und teilweise so übersteuert, dass die Stimme von Sänger Joey Belladonna ziemlich unterging. Schade, eigentlich mag ich Anthrax musikalisch ja echt gerne. Dass sie ein paar Sympathiepunkte verloren hatten, spielte vielleicht auch ein bisschen rein, dass mir der Auftritt nicht zu 100 % gefallen hat.

Eigentlich steh ich ja nicht so auf Slayer, aber den nachfolgenden Auftritt fand ich echt streckenweise richtig fett! Vielleicht werden wir ja nach langen Jahren doch  noch Freunde? 😉 Das Publikum ging sehr ordentlich mit, da wurde durch die Moshpits ordentlich Staub aufgewirbelt. Überhaupt war Staub ein großes Thema dieses Wochenende. Staub auf der Kleidung, in den Haaren, in der Nase…hach, da kamen alte Wacken-Erinnerungen hoch. Staub ist so viel besser als Schlamm!

Wo waren wir? Achja, Slayer. Doch, ein sehr gelungener Einheizer, hätte ich so gar nicht erwartet.

Die Onkelz begannen abermals gut 15 Minuten später als eigentlich vorgesehen. Was die nächsten zweieinhalb Stunden folgte, unterschied sich in einigen Songs vom Vortag, während der Großteil aber gleich blieb. Bei insgesamt 40 Songs aber auch absolut verständlich. Dass sich mit „Ich bin in dir“ wieder einer meiner Favoriten in die Setlist geschlichen hatte, fand ich sehr erfreulich. Da fand ich sogar den verkackten Einsatz nicht so schlimm.

Und so stumpf „Bomberpilot“ auch sein mag, live ist das Ding einfach der Knaller.

Und diesmal gab es als Abschlusssong auch wieder ganz klassisch „Erinnerungen“. Sonst hätte auch echt etwas gefehlt.

Was ich nicht ganz so schön fand, war die Tatsache, dass die Ansagen zu den einzelnen Songs auch die gleichen waren wie am Vorabend. Da hätte ich mir etwas mehr Variation gewünscht, ist ja schließlich ein Festival und nicht zwei Solo-Auftritte bei einer Tour. Und es gibt doch bestimmt auch zu anderen Songs genug zu sagen?! Da würde ich mir das nächste mal ein bisschen mehr Kreativität wünschen, Herr W.! 😉

Durch den doch recht entspannten Platz an der Absperrung war das Konzert nicht halb so anstrengend wie am Freitag und der Onkelz-Auftritt ging gefühlt viel zu schnell vorbei, auch wenn es nicht weniger Songs waren als am Vortag. Es gibt einfach nichts über die erste Reihe! 😎

Der Weg zurück kam uns dementsprechend auch nicht ganz so anstrengend vor. Natürlich dauerte es dann doch wieder gefühlte Ewigkeiten, bis wir müde, aber glücklich wieder im Hotel ankamen, aber das war es auf jeden Fall wert.

So, kommen wir zu ein paar Dingen, die mir aufgefallen sind und wo man hier und da vielleicht noch etwas verbessern könnte.

  • Wenn das Festival nächstes Jahr wieder zum gleichen Datum stattfinden soll, nehmt doch bitte den Donnerstag als Festivaltag dazu! Späterer Anfang, dazu Auftritte einiger kleineren Bands und eventuell eine Autogrammstunde der Onkelz, für so einen Zusatztag würde es doch viele Möglichkeiten geben. So würde der Festivalcharakter auch noch einmal erhöht werden.
  • Eine größere Getränkeauswahl, speziell was die Biersorten angeht, wäre toll. Kein Hefeweizen und weit und breit kein Guiness-Stand? Das ist schon ein bisschen schwach.
  • Es wäre schön, wenn Wasser wenigstens ein bisschen günstiger wäre als Bier!
  • Es ist ja schön, dass man im Innenraum ständig durch Getränkeverkäufer mit Bier versorgt wird. Aber mit anderen Getränken sieht es dann schon dürftig aus. Die Securities vor der vorderen Absperrung haben nicht einmal Getränke an die Leute in der ersten Reihe ausgegeben. Okay, es waren keine 30 Grad, aber der Staub hat einem trotzdem ganz schön zugesetzt. Da sollte eine gewisse Trinkwasserversorgung schon stattfinden.
  • Spülklos wären toll! Nichts gegen Dixies, aber bei einem Festival dieser Größe würde ich mir ein paar Toilettenwagen wünschen, meinetwegen auch gegen Bezahlung. Geht bei anderen Festivals ja auch.
  • Schließfächer wären klasse! Uns hat am zweiten Tag vor dem Einlass ein Mädel erzählt, ihr hätten die Securities am Vortag empfohlen, den Rucksack mit ihren Wertgegenständen im Busch (!) zu deponieren. Ähm, wus? Stand in den AGBs nicht, dass Gegenstände, die nicht dem Statuten entsprechen, gegen Aushändigung einer Marke bei den Securities deponiert werden? Sowas geht gar nicht, sorry. Nicht jeder hat ein Auto oder kann mit nichts am Leib als einer Bauchtasche einen Tagesausflug machen. Da würden Schließfächer echt Abhilfe schaffen. Gibt es bei anderen Festivals auch, die teilweise deutlich kleiner sind als das Matapaloz (z.B. Rockharz)
  • Wenn ihr den Leuten die Powerbanks für ihre Handys schon abnehmt, stellt doch bitte auch ein paar Lademöglickeiten zur Verfügung. Das funktioniert und ist gar nicht soo aufwendig, wie beim Graspop z.B. zu beobachten.
  • Es kann doch nicht sein, dass am zweiten Tag teilweise ganze Tribünen gesperrt wurden, weil die so leer aussahen?! Die Leute, die auf Sitzplätze angewiesen sind, sollten schon die Möglichkeit haben, auf den von ihnen gebuchten Plätzen zu sitzen. Oder ihr macht alternativ gleich freie Platzwahl, zum Einheitspreis, wie im Zelt beim Metal Hammer Paradise z.B., wo die Sitzplätze einfach irgendwann voll sind. Möglichkeiten gibt es viele, dann sollte das im Vorfeld aber auch klar kommuniziert werden.
  • Der Auslass ist nach wie vor nicht optimal. Es ist zwar schön, jetzt nach Konzertende nicht mehr den halben Hockenheimring umrunden zu müssen, aber wenn sich tausende Leute durch ein 1,5-Meter breites Nadelöhr zwängen,  während daneben immer noch ein Zaun steht, der einen viel breiteren Durchgang blockiert, ist das alleine aus Sicherheitsgründen nicht wirklich gut gemacht.
  • Ist ja schön, dass Stephan sich am zweiten Tag bei den anderen Bands bedankt hat, aber…bei einem Festival sind die Bands, die vor dem Headliner spielen, nicht dessen Support-Bands! Da sollte man schon trennen zwischen Festival und Einzelkonzerten der Onkelz mit Support-Bands.

Das ist jetzt ganz schön viel Kritik auf einmal, oder? Ist aber gar nicht böse gemeint, eigentlich hat uns das Matapaloz ja gut gefallen. Man muss halt gucken, dass wir uns hier im Großfestival-Bereich bewegen, wo man andere Ansprüche an die ganze Struktur und den Ablauf haben darf als bei kleineren. Aber hey, es war die erste Ausgabe, dafür gab es gar nicht so viel zu meckern! Bis auf ein, zwei genervte Securities waren alle sehr nett und wir wurden sehr positiv aufgenommen. La Familia halt! Wenn das Matapaloz 2018 wieder stattfindet, sind wir bestimmt wieder dabei! :)